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HNA online: Kubat und Friedrich gehen am 19. Juli in die Stichwahl


Dr. Kubat holte 48,3 Prozent - Klaus Friedrich bekam 49,7 Prozent

Waldeck-Frankenberg. Die Entscheidung über den neuen Landrat für Waldeck-Frankenberg wird in einer Stichwahl fallen. Klaus Friedrich und Dr. Reinhard Kubat treten dabei am 19. Juli gegeneinander an.

Im ersten Wahlgang hat am Sonntag keiner der drei Kanditen die absolute Mehrheit erreicht. Friedrich, der als unabhängiger Kandidat antrat und von CDU, FDP und FWG unterstützt wird, erzielte mit 49,7 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis.

Dicht danach folgte mit 48,3 Prozent Dr. Reinhardt Kubat, der für die SPD antritt und auch von den Grünen unterstützt wird. Auf Heidemarie Boulnois, die für die Linkspartei ins Rennen gegangen war, entfielen zwei Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 38 Prozent und damit fünf Prozentpunkte höher als bei der Landratswahl im Jahr 2003.

Das vorläufige Endergebnis:
Dr. Kubat: 48,3 Prozent
H. Boulnois 2 Prozent
K. Friedrich 49,7 Prozent
Die Wahlbeteiligung lag bei 38 Prozent.

Die drei Mittelzentren im Waldecker Land gingen an Friedrich. In Korbach, wo er Bürgermeister ist, kam er auf 56,2 Prozent gegenüber 42,3 Prozent, die auf Kubat entfielen. 50,2 Prozent erzielte er in Bad Wildungen, wo Kubat 46,5 Prozent erzielte. Deutlicher fiel der Vorsprung in Bad Arolsen aus: Hier holte Friedrich 60,2 Prozent, Kubat 37,2 Prozent. Die eindeutig größte Stadt im Südkreis ging an Reinhard Kubat: In Frankenberg bekam er 63,3 Prozent der Stimmen. Friedrich lag hier bei 35 Prozent. Sein Spitzenergebnis erzielte Kubat dort, wo er Bürgermeister ist: 81,5 Prozent der Frankenauer gaben ihm ihre Stimme. Friedrich holte seinen besten Wert in der Stadt Waldeck mit 70,1 Prozent, Heidemarie Boulnois schnitt am besten in Rosenthal ab mit 3,6 Prozent.

665 Stimmen Vorsprung

Wie knapp das Ergebnis war, zeigt ein Blick auf die absoluten Zahlen: Bei etwas über 49 000 gültigen Stimmen betrug Friedrichs Vorsprung auf Kubat am Ende ganze 665 Stimmen. Zum Vergleich: Heidemarie Boulnois bekam insgesamt 976 Stimmen. Ob die Stimmen der Linken im zweiten Wahlgang an ihn gehen, darauf wollte Reinhard Kubat gestern Abend nicht spekulieren. Er werde nun noch einmal alles geben, um die Wähler zu mobilisieren. Ähnlich äußerte sich Klaus Friedrich. Er habe im ersten Wahlgang einen knappen Ausgang erwartet, sei aber zuversichtlich, im zweiten Versuch die nötigen Stimmen zu bekommen.

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